Datastorytelling@Merz

Der WK-Kurs "Data Storytelling" vermittelt den Studierenden den Umgang mit Datensätzen entweder durch Zugriff auf bestehende Datenbanken oder durch Online-Datensammlung und -verarbeitung. Die Studierenden lernen verschiedene Techniken der Analyse von Datensätzen. Sie befassen sich mit den unterschiedlichen Möglichkeiten verschiedener Medienformen, um durch die bzw. anhand der Daten Geschichten zu erzählen. In der Veranstaltung wird ein Überblick über verschiedene Tools, Technologien und Herangehensweisen zur audiovisuellen Aufbereitung von Informationen verschafft. Ziel ist es, neben einem Gespür für verschiedene Gestaltungsmittel und den jeweils verwendeten Techniken, ein Gefühl für den praktischen Umgang mit Datensätzen in ihrem jeweiligen Kontext zu entwickeln. Neben einer praktischen Einführung in die Thematik, und dem experimentieren mit verschiedenen Technologien, soll das Gelernte in kleinen Projekten zur Anwendung gebracht werden.

Im folgenden sind die im Kurs entstandenen studentischen Projekte zu finden.


Worst Case Szenario Card Game
Lines
404
ehrlicherkonsum.de
Spaceautism
Baywatch
aroundtheworld
Bedrohte Bienen
whatsappviz
Google Standortverlauf

Worst Case Szenario Card Game

Fabio Godel

Das Worst Case Szenario Card Game besteht aus 15 Katastrophenkarten und 20 Personenkarten. Eine Katastrophenkarte wird aufgedeckt, danach zieht jeder Spieler eine Personenkarte. Jede dieser Karten besitz für die drei Katastrophen-Kategorien eine Überlebenswahrscheinlichkeit. Der Spieler mit der höchsten Wahrscheinlichkeit gewinnt die Runde und somit die Katastrophenkarte. Nach jeder Runde werden die Personenkarten neu gemischt. Sieger des Spiels ist, wer nach 15 Runden die meisten Katastrophenkarten besitzt. Bei einem spezifischen Fall gewinnt nicht die höchste Wahrscheinlichkeit, sondern der Instant-Win. Welche Personenkarte das ist, ist auf der Katastrophenkarte vermerkt.
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Lines

Jan-Filip Kvrgic

Mein Ziel in diesem Projekt war es in erster Linie einen eigenen Datensatz zu kreieren. Dieser Datensatz entstand durch das Laufenlassen eines Mouse Trackers (IOGrap v1.01) während einstündiger Zeichnungen bekannter Motive. Das Ergebnis dieser Sessions sind Datenbilder, an denen man jeden digitalen Pinselstrich nachvollziehen kann. (Linien zeigen ununterbrochene Mausbewegeung an, Punkte mit Kreisen zeigen Mausstillstand und je länger der Stillstand desto größer der Kreis). Die Darstellung des Ergebnisses ist analog aber auch digital einsehbar.
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404

Lea Röwer, Christopher Woods

Findet man Individualität auf Social Media Plattformen? Mit dieser Frage habe ich mich im Rahmen meines 365-Tage Selbstportrait Projektes auf Instagram beschäftigt. Jedes meiner Bilder ist ohne vorherige Recherche entstanden. Nach dem Abschluss meines Projektes, habe ich über verschiedene Hashtags nach Bildern gesucht, die meinen ähneln. Gefunden habe ich nahezu identische. In der digitalen Variante meiner Arbeit habe ich Teile meiner Fotos in 8 verschiedene Kategorien unterteilt. Beispielsweise #shadowselfie, #selfieinbed oder #girlsfrombehind. Die Idee dahinter war es mit einer direkten Kopplung zu Instagram zu zeigen, dass andere Menschen in der ganzen Welt ähnliche oder sogar nahezu identischen Bilder gemacht haben. Individualität muss somit neu definiert werden. Meine Bilder sind deswegen mit einem Hashtag versehen, der tatsächlich existiert. Durch Klicken auf die Kategorie wird der User direkt zu den Hashtags auf Instagram geführt und kann selbst sehen, wie sehr Social Media unsere Ideenhorizonte zusammenwachsen lässt.
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ehrlicherkonsum.de

Jule Brandhuber

Wie konsumieren wir? Was konsumieren wir? Und wie viel? Warum ist das Eine OK das Andere aber nicht? Und was hat das mit Sozialen Netzwerken zu tun? Diese Frage habe ich mir im Rahmen meines Semesterprojekts gestellt. So unterschiedlich wir Menschen sind, so unterschiedlich ist auch unser Konsumverhalten. Konsum wird kategorisiert und bewertet. Das begrenzt unsere Gesellschaft und unser Selbst-bewusst-sein. Socialmedia: ein Wattebausch der viele Facetten hat aber selten real und ehrlich ist. Bei dem Projekt #ehrlicherkonsum wird der Betrachter erst dazu eingeladen sich Portraits von Menschen anzusehen, die sich öffentlich zu ihrem Konsum bekennen und ihr Gesicht dazu zeigen. Anschließend kann der Besucher/Betrachter in den Konsumraum eintauchen und sein eigenes Verhalten erfahren, reflektieren und dann mitteilen. Zum Schluss wird er*sie aufgefordert sein*ihr Konsumstatement auf dem eigenen Socialmedia Kanal mit dem #ehrlicherkonsum zu posten. Hier passiert etwas auf der Ich- Ebene. In dem Moment indem der Besucher*in dazu aufgefordert wird ihr reales Ich mit dem Socialmedia ich zu vergleichen werden die starken Dissonanzen der beiden sichtbar und spürbar für die Person.
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Spaceautism

Paul Mignot

Es werden Satelliten-Daten aus dem Internet per API geladen. Diese beeinflussen den Text, die Ellipse und die Linie auf der Website. Die Höhe beeinflusst die Größe der Ellipse in der Mitte, der Azimut den Winkel der dargestellten Linie. Die Sterne werden bei jedem refresh neu genereiert. Die Seite lädt automatisch neu, wenn keine Daten empfangen wurden bzw. den Werten 0 entsprechen.
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Baywatch

Mara Kuntzer

Für die praktische Arbeit im Data Storytelling Kurs habe ich mich auf eine Arbeit mit dem Anstieg des Meeresspiegels festgelegt. Dazu machte ich mich auf die Suche nach geeigneten Daten. Ich suchte nach einem simplen Datensatz, der den Anstieg des Meeresspiegels pro Jahr bis 2018 in Zentimetern darlegt. Nach einiger Zeit hatte ich die passende Grafik, die den Anstieg von dem Start der Messungen des Meeresspiegels 1880 bis 2018 zeigte. Der insgesamt Anstieg beträgt in diesem Zeitraum 25cm. Um die Gestaltung und Grafik anschaulich zu machen, recherchierte ich nach ein paar Lebensdaten von Pamela Anderson, anhand dessen ich diesen Anstieg deutlich aufzeigen kann. 1880 - Start der Messungen 0cm 1967 - Geburt von Pamela Anderson, Anstieg des Meeresspiegels von 1880 bis dato: 12cm 1989 - Start der Serie Baywatch, Anstieg des Meeresspiegels von 1967 um nochmals 8cm (20cm seit 1880) 2018 - mehr/weniger aktuelle Lage, Anstieg seit Beginn von Baywatch um nochmals 5cm (25cm seit 1880) Für mein GIF nahm ich daher ein Bild von Pamela Anderson aus Baywatch und nahm die Höhe des Bildes als Skala von 35cm. Mit den Wellen die ich in ebenfalls in Photoshop anfertigte veranschaulichte ich dann die vorherig genannten Stationen.



Around The World

Mala Ginter, Louisa Schöne

Auf der von uns erstellten interaktiven Weltkugel haben wir versucht alle Orte festzuhalten, an die wir bis heute gereist sind. Wir haben zunächst alle Orte zusammengefasst, Parallelen zwischen den besuchten Orten aber auch große Unterschiede entdeckt und versucht diese visuell umzusetzen. Bei der Umsetzung der Orte haben wir uns dann für drei verschiedene Farben als Ortsmarkierungen entschieden. Die türkisen Punkte stellen die Orte dar, die Mala bereist hat, die dunkelblauen stellen die Orte dar, die Louisa bereist hat und die hellblauen Punkte stellen die Orte dar, die beide bereist haben.Man kann die Punkte anklicken und daraufhin öffnet sich der Ort, den der Punkt markiert und ein Bild des jeweiligen Ortes. In Zukunft würde wir die Weltkugel gerne stetig fortführen und unsere Reisen um die Welt so festhalten.
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Bedrohte Bienen

Fabienne Bonn, Veronika Wiens

In unserem Projekt möchten wir die Schönheit von bedrohten Bienen zeigen. Nach genauer Recherche haben wir die seltensten sowie die am meist bedrohten Arten als Datensatz gesammelt. Unser Ergebnis haben wir in Form einer interaktiven Webseite mit selbst angefertigten Illustrationen zusammengefasst.
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Whatsapp Viz

Oliver Weiss

Das Projekt visuallisiert einen Whatsapp Chatverlauf über ein Jahr im dreidimmensionalen Raum. Dabei wird der Fokus auf die jeweilige Intensität der Unterhaltung und die Uhrzeiten zu der die Nachrichten jeweils versendet wurden gelegt.
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Google Standortverlauf

Philipp Fritsche

Der hier visualisiert Datensatz besteht aus ca. 100 GPS Punkten, welche von Google in den vergangenen 5 Jahren über mich erfasst wurden. Ich wollte mit einem persönlichen Datensatz arbeiten und so kam ich auf die Idee eine abstrakte Route durch meine Vergangenheit zu visualisieren. Den Datensatz, den man sich auf seinem Google-Konto herunterladen kann, wird ausgelesen und mit Hilfe einer Gleichung werden die GPS-Koordinaten ausgelesen, also die Längen- und Breitengrade. Jeder Punkt stellt dabei einen Ort dar, den ich in den letzten 5 Jahren besucht habe und auf meinem Smartphone den GPS-Tracker aktiviert hatte. Zur besseren Übersicht, werden noch einige bekannte Städtenamen eingeblendet, um sich besser zu orientieren. Die Draw-Function startet beim ersten erfassten GPS-Punkt und arbeitet sich zeitlich vor, an jedem Punkt wird eine Ellipse gezeichnet, die dann mit dem nächsten Punkt verbunden wird. Lustigerweise klappt dies bei einem Punkt nicht richtig, wodurch dieser Punkt vermutlich irgendwo auf dem Mars zu finden ist. Wahrscheinlich konnte das Programm meinen Ort nicht genau bestimmen, da ich mich zu der Zeit in Greenwich in unmittelbarer Nähe des Nullmeridians aufgehalten habe und dadurch bei der Gleichung, welche verwendet wird, um die Koordinaten zu ermitteln, ein etwas sonderbarer Wert herausgekommen ist.
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